Internationale Elfriede Jelinek-Tagung


1.-3. Juni 2006


Jelinek und die Tradition – Jelinek und das Umfeld

Mit diesem Rahmenthema möchten wir auf das Werk Elfriede Jelineks in der Begegnung mit anderen Texten, Traditionen, Gattungen und Kunstformen fokussieren. Jelineks Ästhetik des Zitierens, ihre Intertextualität und die Bezüge auf reale Geschehnisse in ihren Texten können einerseits zu einem ”such, Hundi”-Spiel (Elfriede Jelinek: Lesen, in: Literaturen 10. 2005) unter Germanisten führen, andererseits demonstriert dieses Verfahren exemplarisch die kommunikativen Möglichkeiten von Literatur.

Referentinnen und Referenten

Tagungsprogramm


Referentinnen, Referenten und ihre Vorträge

Pia Janke (Wien):
Jelinek und die Musik

Alexandra Pontzen (Liège):
Pietätlose Rezeption. Bemerkungen zu Jelineks
Umgang mit der Tradition

Elisabeth Beanca Halvorsen (Oslo): 
Die (Un-)Übersetzbarkeit der Sprache Elfriede Jelineks

Siegfried Mattl (Wien):
Ästhetik als Opposition. Elfriede Jelinek im
Kontext der österreichischen Zeitgeschichte

Sabine Müller (Wien):
Elfriede Jelinek. Masse, Macht und Sexualität
im historischen Kontext

Lea Müller-Dannhausen (Leipzig):
Für und wider die Tradition. Intertextualität und Intermedialität
in der frühen Prosa Elfriede Jelineks


Viktoria Jahn (München):
Tradition und Dekonstruktion bei Elfriede Jelinek anhand der beiden österreichischen Satiren Burgtheater und Präsident Abendwind.

Stefan Krammer (Wien):
„Ich will ein anderes Theater“ – Jelineks Theatertexte
zwischen Tradition und Innovation

Andrea Geier (Marburg):
“Schön bei sich sein und dort bleiben.” Zitatverfahren Elfriede Jelineks
im Spannungsfeld von Hermeneutik und Antihermeneutik (Wolken.Heim.; Totenauberg; Das Lebewohl)

Christian Jäger (Berlin):
Dichtung und Lichtung. Elfriede Jelinek und Martin Heidegger

Karl Ivan Solibakke (Düsseldorf/Maryland):
Österreichische Gedächtnismodelle: Erinnern und Vergessen
bei Bachmann, Bernhard und Jelinek

Irina Djassemy
(Wien):
Satirische Intermedialität. Medienparodie und Gesellschaftskritik in
Michael. Ein Jugendbuch für die Infantilgesellschaft

Pierre Mattern (Offenburg):
Hervorholen und wieder einstecken.
Das vorgezeigte Dokument als Pointe von Ein Sportstück


Alexandra Tacke (Berlin):
Zwischen LeseLUST und PorNO: zum Vor- und Nachspiel von
Elfriede Jelineks Lust (1989)

Christine Hamm (Kristiansand):
Das tote Kind: Weiblichkeit, Sexualität und Mütterlichkeit in
Elfriede Jelineks
Lust 

Tatjana Kuharenoka (Riga):
„Da spricht ein anderer Künstler durch den Katalysator
meines Romans...“: Erika Kohut im Licht der Scheinwerfer


Monika Szczepaniak (Bydgoszcz):
„Es war ein Unfall“ oder die „Unachtsamkeit der Wand“.
Elfriede Jelineks „Todesarten“


Jenny Stoffel (Washington):
Jelinek und das Märchen: Surface and Transcendence in
Der Tod und das Mädchen I-IV

 


Kurzvita der Referentinnen
und Referenten


Irina Djassemy
, Dr. phil., Jg. 1965, studierte und promovierte in Frankfurt am Main. Sie war als Lektorin für DaF an der Universität Freiburg i. Brsg. und als Lehrbeauftragte für Germanistik und Medienwissenschaft an der Universität Frankfurt am Main beschäftigt. Seit Mai 2005 lebt sie als freie Literaturwissenschaftlerin und Deutschlehrerin in Wien. Forschungsschwerpunkte: Literatur des 20. Jh. (insbesondere Karl Kraus, Michael Scharang, Elfriede Jelinek), Kritische Theorie, kultursoziologisch relevante Aspekte des Nationalsozialismus. Publikationen: Der „Productivgehalt kritischer Zerstörerarbeit“. Kulturkritik bei Karl Kraus und Theodor W. Adorno. Würzburg: Königshausen & Neumann, 2002; Produktive Widersprüche in Adornos Kritik der Kulturindustrie, in: Zeitschrift für kritische Theorie, Lüneburg: zu Klampen, 17/2003, S.107-142; Dialektik des Eigensinns. Ästhetische Darstellung und Medienreflexion bei Michael Scharang, in: Medien und Ästhetik. Festschrift für Burkhardt Lindner, hrsg. v. Harald Hillgärtner und Thomas Küpper, Bielefeld: transcript 2003, S.227-241; Dritte Walpurgisnacht. Karl Kraus und der Nationalsozialismus. Voraussichtl. Publikation in: DAVID. Jüdische Kulturzeitschrift. Wien: DAVID, 69/2006


Andrea Geier
, Dr., geb. 1972; Studium der Neueren deutschen Literatur, Allgemeinen Rhetorik und Empirischen Kulturwissenschaft an der Eberhard Karls Universität Tübingen. 1998-2001 Stipendiatin des Tübinger Graduiertenkollegs ”Pragmatisierung/Entpragmatisierung”, 2002/2003 Koordinatorin des Tübinger GKs ”Ars und Scientia”, Lehrbeauftragte an den Universitäten Tübingen und Karlsruhe; 2004 Postdoktorandin des GK ”Identität und Differenz”. Seit Okt. 2004 wiss. Assistentin an der Philipps Universität Marburg. Promotion: ”Gewalt” und ”Geschlecht”. Diskurse in deutschsprachiger Prosa der 1980er und 1990er Jahre. Tübingen 2005. Derzeitige Forschungsprojekte: Literatur der ’Wende’ (1989/90) und Antisemitismus als Kulturkritik.
http://www.andrea-geier.de.


Elisabeth Beanca Halvorsen,
Cand. Philol, geb. 1979, lebt in Oslo, fachliterarisches Autorenstudium, Studium der Übersetzungstheorie samt Studien der Nordistik, Journalistik und Germanistik. Auslandssemester an der Pädagogischen Akademie Krems, Niederösterreich 2000, wissenschaftliches Jahr in Wien 2003/2004 anlässlich der Magisterarbeit, Das Phänomen Elfriede Jelinek (Universität Oslo, 2004). Arbeitet derzeit als freie Schriftstellerin und Übersetzerin für Zeitungen, Zeitschriften, Theater und Verlage. Schwerpunkt Elfriede Jelinek, letzte Übersetzungen: Pianolærerinnen (Die Klavierspielerin, 2005), Hva skjedde etter at Nora forlot sin mann eller Samfunnenes støtter (Was geschah nachdem Nora ihren Mann verlassen hatte oder Stützen der Gesellschaften, 2005), Jelinek – et scenisk portrett (Jelinek – ein szenisches Porträt, Auszüge aus Dramen, Romanen, Essays und Interviews, 2005), Elskerinnene (Die Liebhaberinnen, erscheint im August 2006 mit einem Nachwort der Übersetzerin).

Christine Hamm (geboren 11. 3. 1971 in Göttingen) hat ihr Studium der Allgemeinen Literaturwissenschaft und der Skandinavistik an den Universitäten in München und Bergen (Norwegen) absolviert. Den Doktortitel erhielt sie 2002 an der Universität Bergen mit einer Dissertation über die norwegische Schriftstellerin Amalie Skram.
Zur Zeit arbeitet sie am Institut für Skandinavistik und Medienwissenschaft in Kristiansand (HiA) an einem Postdoktorprojekt über Mutterschaft und Mütterlichkeit in Sigrid Undsets spätem Romanwerk. Ausgewählte Veröffentlichungen:
1999. Über Kriterien in Werturteilen und Textinterpretationen. Bertolt Brechts Der kaukasische Kreidekreis und Ordinary language philosophy. Roswitha Skare, Rainer Hoppe (red.): Wendezeichen? Neue Sichtweisen auf die Literatur der DDR. Amsterdamer Beiträge zur Neueren Germanistik, Bd. 46. Amsterdam, Atlanta.
2001. Medlidenhet og melodrama. Amalie Skrams litteraturkritikk og ekteskapsromaner. Doktoravhandling, Universitetet i Bergen.
2002. Kjønn, kropp og tro. En feministisk lesning av Sigrid Undsets roman Gymnadenia. Edda 4/02.
2003. The Question of Realism: Melodrama and anti-theatricality in Dostoevsky’s Crime and Punishment. Beata Agrell, Ingela Nilsson (eds): Genres and Their Problems. Theoretical and Historical Perspectives. Daidalos, Göteborg.
2004. Lengsel etter kjærlighet hos Hanne Ørstavik. Marianne Røskeland, et al: Nye forklaringer. Lesninger av norsk 1990-tallslitteratur. Fagbokforlaget, Bergen.
2005. Melodramatisk metamorfose i Sigrid Undsets Den trofaste hustru. Unni Langås (red.): Kropp og litteratur. Artikler om kropp og tekst fra Edda til i dag. Høyskoleforlaget.


Christian Jäger

http://www2.hu-berlin.de/literatur/mitarbeiter/jaeger/jaeger.htm.



Viktoria Jahn, M.A., geboren 1980; Studium der  Neueren Deutschen Literaturwissenschaft, Theaterwissenschaft und Deutsch als Fremdsprache an der Ludwig-Maximilians-Universität in München, Straßburg und Szeged; selbständige Übersetzerin für historische, literarische und juristische Texte im Auftrag u. a. für das Ungarische Institut München; Sprachassistentin an der Technischen Universität München; Magisterarbeit über die Komik in Elfriede Jelineks Dramen, Tradition und Dekonstruktion; zur Zeit Aufsätze über Joseph Roth und über die deutsch-jüdische Literatur in Osteuropa am Anfang des 20. Jahrhunderts bzw. Promotionsarbeit über die Untergangsthematik der k. u. k. Monarchie in der Literatur und Presse um die Jahrhundertwende.



Pia Janke,
Ass.-Prof. Dr., geb. 1966,  unterrichtet Neuere Deutsche Literatur an der Universität Wien. Sie ist die Leiterin des Elfriede Jelinek-Forschungszentrums in Wien und Herausgeberin der Reihe "DISKURSE:KONTEXTE:IMPULSE. Publikationen des Elfriede Jelinek-Forschungszentrum im Praesens Verlag.  Zahlreiche Publikationen zu Elfriede Jelinek und anderen Autoren der österreichischen Literatur (u.a. Handke, Bernhard, Rühm), zur Dramen- und Theatergeschichte (u.a. Haupt- und Staatsaktionen, Grillparzer, Raimund, Hofmannsthal), zur Festspieltheorie, zur Librettoforschung und zur Beziehung Literatur – Musik.
http://www.univie.ac.at/Germanistik/personen/janke.htm



Stefan Krammer, 1972, Dr. Phil., Studium der Deutschen Philologie, Theaterwissenschaft, Mathematik und Linguistik in Wien und Lancaster. Arbeitsschwerpunkte: Deutschdidaktik, Semiotik, Dramen- und Theatertheorie, Österreichische Literatur (insbes. des 20. Jahrhunderts). Arbeitete als Lektor an der Universität in Reading und in Rom, derzeit wissenschaftlicher Mitarbeiter im Bereich Fachdidaktik Deutsch an der Universität Wien. Publikationen insbesondere zu Thomas Bernhard und Wiener Aktionismus. Letzte Veröffentlichung: „redet nicht von Schweigen ...“. Zu einer Semiotik des Schweigens im dramatischen Werk Thomas Bernhards. Würzburg 2003.
http://www.univie.ac.at/Germanistik/personen/krammer.htm



Tatjana
Kuharenoka, Dr.phil., Universität  Lettlands,  Fakultät für Moderne Sprachen,  Abteilung für Literatur und Kultur. Studium der Germanistik an der Universität Lettlands und an der Humboldt-Universität zu Berlin. Lehraktivitäten: deutschsprachige Literatur des 20. Jahrhunderts mit Schwerpunkt auf Kultur- und medienwissenschaften; Literatur und Film; Ästhetik des deutschen Stummfilmms u.a; Publikationen zur deutschsprachigen Literatur des 20. Jahrhunderts. Aktuelles Forschungsgebiet: Frauentagebuch um 1900. Letzte Veröffentlichungen  zu Tagebüchern  von Alma Mahler-Werfel und Marie Bashkirtseff.



Pierre Mattern, Dr. phil., geb. 1964, Studium der Germanistik, Geschichte und Allg. Vergl. Literaturwissenschaft in Essen, 1999-2003 Wiss. Mitarbeiter an der Ruhr-Universität Bochum. Lebt z.Zt. als freier Journalist und Autor in Offenburg. Dissertation „Kotzebue’s Allgewalt“, behandelt die Konstruktion des Feindbildes Kotzebue von Beginn seiner populären Dramatik bis zum Attentat auf ihn.
Aufsätze über Heine, Liebe bei Turgenev und Beckett, Paare bei Keller und Kafka, Geschichte der Diskursanalyse, Genealogie des Fanatismus.



Siegfried Mattl
ist Historiker und Dozent am Institut für Zeitgeschichte
der Universität Wien. Er ist Leiter des Ludwig Boltzmanninstituts für
Geschichte und Gesellschaft.



Sabine Müller, Mag.rer.soc.oec., cand. Dr.rer.soc.oec., cand. Dr.phil.; Studium der Wirtschaftswissenschaften, Germanistik und Geschichte in Wien; Wiss. Mitarbeiterin in diversen kulturwissenschaftlichen Projekten in Wien und Köln (zur Zeit: Akademie der Wissenschaften, Kommission für Kulturwissenschaft und Theatergeschichte).
Jüngste Publikationen: Die Wiener Gruppe, wi(e)dererinnert. Zu einer historischen Gemengelage von kommunikativem Beschweigen, sprachlosem Protest und Sprachskepsis, in: R. Horak u.a. (Hg.): Randzone. Zur Theorie und Archäologie von Massenkultur am Beispiel Wiens 1950-1970, Wien 2004, S. 219-240; „Dabei könnten sie doch deutsch reden!“ Von Praterausrufern, Sprechstellern und „jüdelnden Hasen“, in: S. Mattl u.a. (Hg.): Felix Salten: Der Wurstelprater. Ein Schlüsseltext zur Wiener Moderne. Wien 2004, S. 212-231; Das Netz als Knoten in politischer Theorie und Praxis. Zum Lösungspotential der Figur der Latenz, in: J. Feichtinger, H. Mitterbauer (Hg.): Vernetzungen. Innsbruck 2005, S. 31-57; Diesseits des Diskurses. Die Geburt der Diskursanalyse aus dem Geiste der Latenz, in: F. X. Eder (Hg.): Historische Diskursanalysen. Genealogie, Theorie, Anwendungen. Wiesbaden 2006, S. 131-156; Stillgestellter Stimmzauber. Der Kino-Rekommandeur zwischen Kaiserwurstel und Gloriphon, in: C. Dewald, W. M. Schwarz (Hg.): Prater Kino Welt. Der Wiener Prater und die Geschichte des Kinos. Wien 2005, S. 176-202; Anti-Fordism and the French Invention of the American Black: Godard, Varda and Vian, in: Sabine Müller (Hg.): Blackness, transnational. ÖZG 1/2007.
Zur Zeit beschäftigt mit der Fertigstellung der Dissertationen: „Der schwarze Fleck. American Blackness im europäischen Fordismus“ (Wirtschafts- und Sozialgeschichte), „Lachen, Literatur und Latenz. Der Fall Kafka-Dickens-Frenssen“ (Dt. Philologie).

   

Lea Müller-Dannhausen, M.A., geb. 1974; Studium der Germanistik, Soziologie, Medien- und Kommunikationswissenschaft in Leipzig. Derzeit wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Germanistik an der Universität Leipzig. Mitherausgeberin von Sammelbänden zur Literatur von Frauen in den 90er Jahren (Zwischen Trivialität und Postmoderne. Frankfurt/M. u.a. 2002) und zur Literatur deutschsprachiger Autorinnen ab Ende des 20. Jahrhunderts (Zwischen Inszenierung und Botschaft. Berlin 2006, im Druck). Aufsätze über Elfriede Jelinek, Terézia Mora, Antje R. Strubel. Arbeitet an ihrer Dissertation über Intertextualität in der Prosa Elfriede Jelineks.




Alexandra Pontzen, Prof. Dr., Studium der Germanistik, Romanistik, Erziehungswissenschaft in Bonn und Toulouse; Staatsexamen, Promotion und Mitarbeit in Forschungsprojekten der DFG an der Universität Bonn; wissenschaftliche Assistenz an der Universität Marburg; Professur für Neuere deustche Literatur an der Universität Lüttich/ Liège (Belgien). Forschungsschwerpunkte: Künstlerliteratur, Ideen- und Ästhetikgeschichte der Unproduktivität, Genderfrage, deutsch-jüdische und Gegenwartsliteratur, literarische Emotionspsychologie.
http://www.litwiss-pontzen.de/


       
Monika Szczepaniak, Dr. phil., geb. 1967, 1986-1992 Studium der Germanistik in Rzeszów und Erfurt, seit 1992 Assistentin am Lehrstuhl für Germanistik der Pädagogischen Hochschule in Rzeszów, 1998 Promotion über Elfriede Jelinek (Dekonstruktion des Mythos in ausgewählten Prosawerken von Elfriede Jelinek. Frankfurt/M. 1998), seit 1999 am Lehrstuhl für Germanistik der Universität Bydgoszcz. Forschungsgebiete: deutschsprachige Literatur des 20. Jahrhunderts, Gender studies, Männlichkeitskonstruktionen in der Literatur und Kultur. Veröffentlichungen zur Literaturgeschichte des 20. Jahrhunderts und zum Blaubart-Motiv in der deutschsprachigen Literatur (letzte Buchveröffentlichung: Männer in Blau. Blaubart-Bilder in der deutschsprachigen Literatur. Köln/Weimar/Wien 2005).
http://www.germanistyka.ukw.edu.pl/per07_de.php



Karl Ivan Solibakke
, Dr., 1959 in Annapolis, Md. (USA) geboren, schloß 1981 ein Studium der Musikwissenschaft mit Schwerpunkt Operngeschichte in seinem Heimatland ab. Als Fulbright-Stipendiat absolvierte er von 1982 bis 1984 ein musikwissenschaftliches Forschungsprojekt an der Universität Tübingen. Zwischen 1985 und 1999 war er Schulleiter und Distrikt-Manager auf dem Sektor der Erwachsenenbildung. 2002 schloß er ein Magisterstudium an der Universität Düsseldorf in den Fächern Germanistik, Sprachwissenschaften und Philosophie ab. 2004 erfolgte die Promotion mit einer interdisziplinären Arbeit, die den Titel trägt: Geformte Zeit. Musik als Diskurs und Struktur bei Bachmann und Bernhard. Seit 2002 ist er im Dekanat der Philosophischen Fakultät an der HHUD tätig und im Sommer 2005 wurde er in den Vorstand der Internationalen Walter Benjamin Gesellschaft gewählt. Neben seiner Arbeit über Bachmann und Bernhard hat Karl Solibakke Artikel zu Benjamin, Jelinek, Heine, Kafka, Schiller und Uwe Johnson publiziert. Gegenwärtig lehrt und forscht er in Düsseldorf und an der University of Maryland in College Park, wo er einer Gastprofessur für Deutsche Literatur und Kulturwissenschaft nachgeht.



Jenny Stoffel, born 1977, MA in 2004, PhD Candidate at the
Department of Germanics, University of Washington, Seattle (currently on exchange at the WWU, Muenster). Forschungsschwerpunkte: Modernismus, Feminismus, 18., 20. und 21. Jh., Film.
Website: http://students.washington.edu/jstoff



Alexandra Tacke studierte Philosophie, Germanistik und Italianistik in München, Chicago und Berlin. Sie war Stipendiatin des Graduiertenkollegs Codierung von Gewalt im medialen Wandel der Humboldt-Universität und ist derzeit wissenschaftliche Assistentin am Lehrstuhl Geschlechterproblematik im literarischen Prozess am Institut für deutsche Literatur der Humboldt-Universität zu Berlin. Zurzeit stellt sie ihre Dissertation Berührende und bewegende (Bild-)Räume: Körperlichkeit und Raumwahrnehmung bei Rebecca Horn fertig. Neben der Literatur der Gegenwart gilt ihr Interesse kulturwissenschaftlichen und interdisziplinären Fragestellungen wie der Darstellung von Blindheit und Blendung in Literatur, Film und bildender Kunst sowie der Formierung und Re-formulierung von Künstlermythologien und –topoi im Bildungs- und Künstlerroman. Weitere Forschungsschwerpunkte sind die medienübergreifende Untersuchung des Frauen- und Männerbildes sowie die Betrachtung von Buchwerken, d.h. sowohl von Künstlerbüchern als auch von Buchobjekten.
http://www2.hu-berlin.de/literatur/mitarbeiter/tacke/tacke.html

                                                                    
 
Veranstaltet vom
Fachbereich Germanistik
der Humanistischen Fakultät
Universität Tromsø

N-9037 Tromsø

Kontaktperson:
Cathrine Theodorsen
 cathrine.theodorsen@hum.uit.no


Tagungsort:
Universität Tromsø, Breivika
 Auditorium E-0101

Anmeldung bis 26. Mai
Teilnahmegebühr:
300 Nkr (Studenten frei)

Eine Veröffentlichung der Vorträge ist vorgesehen.
 



Mit freundlicher Unterstützung

der

Österreichischen Botschaft

Oslo

des Norwegischen Kulturrates
Norsk kulturråd


des Goethe-Instituts Oslo




Aktuelle Internetadressen:
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